Ein Blick auf Frauen in aller Welt


24. Juni 2019

SCHWEIZ

Streiktag für die Frauenrechte

Alle Schweizerinnen waren am 14.6.2019 ab 15.24 Uhr zu einem Streik unter dem Motto „Lohn. Zeit. Respekt“ aufgerufen. Der Zeitpunkt war nicht zufällig gewählt. Da Frauen, so der Ansatz der Organisatoren, im Durchschnitt 20 Prozent weniger verdienen, würden sie ab 15.24 Uhr quasi unbezahlt arbeiten. Gewerkschaften, Aktivistinnen und viele weitere Bündnisse forderten gleiche Rechte in allen gesellschaftlichen Bereichen, darunter gleiche Bezahlung. Ein Vorbild des kollektiven Streiks war ein ähnliches Vorgehen im Jahr 1991, als über eine halbe Million Frauen im Land demonstrierten und große Erfolge damit erzielten, wie etwa die Einführung einer Mutterschaftsurlaubsregelung und eines Gleichstellungsgesetzes. 

DEUTSCHLAND

Gericht verurteilt Frauenärztinnen

Ein Gericht hat am 14.Juni zwei Berliner Frauenärztinnen wegen des Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibungen (Paragraf 219a) verurteilt. Sie müssen jeweils 2.000 Euro Strafe zahlen. Die Medizinerinnen hatten auf ihrer Homepage erklärt, dass Schwangerschaftsabbrüche in geschützter Atmosphäre zu ihren Leistungen gehören. Unterstützer demonstrierten vor dem Gericht für die Ärztinnen und gegen den Paragrafen 219a. 

JAPAN

Petition gegen High-heel-Pflicht

Unter dem Hashtag #KuToo – ein Wortspiel aus dem Wort „Kutsu“ (Schuh) und „Kutsuu“ (Schmerz) und eine Anspielung auf die #MeToo-Bewegung – haben sich Japanerinnen in einer Online-Kampagne zusammengeschlossen, um gegen die Tragepflicht von hohen Absätzen am Arbeitsplatz zu protestieren. Diese sei laut Aktivistinnen nicht nur ein Symbol für Geschlechterdiskriminierung, sondern verursache auch gesundheitliche Beeinträchtigungen. Am 3. Juni wurde die Online-Petition mit zehntausenden von Unterschriften dem japanischen Gesundheitsminister Takumi Nemoto übersandt. Dieser reagierte wenige Tage später und betonte vor einem Parlamentsausschuss die „Notwendigkeit und Angemessenheit“ dieses Dresscodes an einigen Arbeitsstellen. Initiiert wurde der Protest von der Schauspielerin Yumi Ishikawa. 

DEUTSCHLAND

Debatte um die Tamponsteuer

Seit Jahren gibt es Kritik an der derzeitigen Besteuerung von Tampons, Damenbinden und anderen Menstruationsprodukten. Für diese gilt eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Artikel, die wie Lebensmittel, Sport und Kultur zum täglichen Grundbedarf gehören, unterliegen dagegen einem Steuersatz von 7 Prozent. Genau diesen niedrigeren Steuersatz forderte kürzlich eine Petition, die der Kondomhersteller „Einhorn“ gemeinsam mit dem „Neon“-Magazin und vielen Prominenten initiierte, auch für Menstruationsprodukte. Mittlerweile wurde die Forderung bis zum 28.5.2019 von über 80.000 Menschen unterzeichnet und erhielt somit weitaus mehr als die 50.000 Stimmen, die nötig sind, damit der Bundestag öffentlich darüber berät. Bereits im letzten Jahr fand die Kampagne „Die Periode ist kein Luxus“ viele Unterstützer und Unterstützterinnen. Andere Länder haben bereits auf dieses Problem reagiert und die Steuer auf Damenhygieneartikel abgeschafft, darunter Kenia, Indien, Irland, Mauritius sowie Australien und Kanada. Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden reduzierten den Steuersatz für diese Produkte auf 5,5 Prozent. 

KANADA

Untersuchung zum Genozid an indigenen Frauen

Premierminister Justin Trudeau hat am 3.6.2019 das Ergebnis einer von der Regierung vor drei Jahren in Auftrag gegebenen Untersuchung zum Genozid an indigenen Frauen und Mädchen veröffentlicht. Es ist die erste Untersuchung überhaupt, die sich mit der Behandlung von Kanadas First Nations befasst und ihr Ergebnis hat international Wellen geschlagen. Über 4.200 indigene Frauen und Mädchen sind offenbar in den letzten Jahrzehnten ermordet, misshandelt, vergewaltigt worden oder gelten vermisst. Trudeau sprach von Völkermord und versicherte den Opfern, Hinterbliebenen und Angehörigen dieser Gruppen: „Ihr seid nicht allein“. Die Untersuchung legte das Versagen von Polizei, Justiz und Behörden dar, die dem Tod und Verschwinden dieser Frauen offenbar aus Rassismus und Desinteresse nicht gründlich genug nachgegangen waren. 

DEUTSCHLAND

Neue Regeln für die Reproduktionsmedizin?

Eine Arbeitsgruppe der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Akademieunion hat am 4.6.2019 Empfehlungen für ein neues Gesetz in der Reproduktionsmedizin vorgelegt. Laut Experten seien die Behandlungen rund um künstliche Befruchtung, Leihmutterschaft oder Präimplantationsdiagnostik in Deutschland nicht auf internationalen Stand. Reproduktionsmedizinische Praktiken seien veraltet und viele Paare suchten deshalb Hilfe im Ausland, was wiederum rechtliche oder versicherungstechnische Probleme mit sich bringen könne. Unter anderem fordern die Verfasser des Dokuments die Legalisierung von Eizellspenden hierzulande. 

USA

Neuer Kampf um Abtreibung

Der jahrzehntelange Streit zwischen Gegnern und Befürwortern von Abtreibungen in den USA nimmt einen neuen Höhepunkt. Alabama bekommt das strikteste Abtreibungsgesetz im ganzen Land.Die republikanische Gouverneurin Kay Ivey hat am 15.5.2019 einen Gesetzesentwurf unterschrieben, wonach Schwangerschaftsabbrüche fast in jedem Fall verboten und zum schweren Verbrechen erklärt werden. Es drohen bis zu 99 Jahren Haft. Einzige Ausnahme: die Gesundheit der Frau ist gefährdet. Selbst bei Fällen von Vergewaltigung und Inzest soll es keine Straffreiheit geben. Im Jahr 1973 hatte der Oberste Gerichtshof der USA Abtreibungen auf nationaler Ebene für grundsätzlich legal erklärt. Auch deswegen wollen Kritiker gegen das neue Gesetz vorgehen. 

15. April 2019

SUDAN

Frauen an der Spitze der Proteste

Die monatelangen Proteste gegen den sudanesischen Machthaber Omar al-Baschir, die bereits im Dezember 2018 begonnen hatten, haben am 11. April zu einem Militärputsch und zu einer erzwungenen Abdankung des autoritären Herrschers nach 30 Jahren geführt. An der Spitze der Proteste, die zum großen Teil von Frauen getragen wurden, stand die 22-jährige Architekturstudentin Alaa Salah aus Khartoum. Salah ist zum Symbol der Revolution geworden, als ein Filmausschnitt viral wurde, der sie dabei zeigte, wie sie die Massen zum Widerstand aufrief. 

CHICAGO

Erste Afroamerikanerin wird Bürgermeisterin

Die 56-jährige Demokratin Lori Lightfoot wurde am 2.April zur ersten afroamerikanischen und offen homosexuell lebenden Bürgermeisterin der Millionenmetropole Chicago gewählt. Lightfoot gehört dem linken Flügel ihrer Partei an und gilt als progressive Newcomerin. Die ehemalige Bundesstaatsanwältin will gegen soziale Ungleichheit und Gewalt vorgehen. Chicago kämpft seit Jahren mit Kriminalität und Korruption. Lori Lightfoot will sich vor allem für bessere Lebensverhältnisse in den vorwiegend von Schwarzen bewohnten, armen Stadtvierteln im Süden und Westen der Stadt einsetzen, die stark mit Gangkriminalität konfrontiert sind. 

SLOWAKEI

Bürgerrechtlerin wird erste Präsidentin

Die Juristin Zuzana Čaputová hat die Präsidentschaftswahl in der Slowakei gewonnen – als erste Frau im Land. In der Stichwahl am 30. März erhielt sie 58,4 Prozent der Stimmen. Čaputová dankte den Wählerinnen und Wählern nicht nur auf Slowakisch, sondern auch in den Sprachen der ungarischen und der Roma-Minderheit für ihr Vertrauen. Im Wahlkampf hatte sich die 45-Jährige stark gegen Korruption, für mehr Umweltschutz sowie für Rechte von Homosexuellen und das Recht auf Abtreibung stark gemacht. Sie machte zudem klar, dass sie pro-europäische Positionen vertreten werde. Sie selbst bezeichnete vor den Medien im Land ihre Wahl als Beweis für einen „Ruf nach Veränderung“. Zuzana Čaputová wird ihr Amt am 1. Juni antreten. 

DEUTSCHLAND

Erste Frau übernimmt Trainerposten in Fußball

Die Ex-Nationalspielerin und Rekordtorschützerin Inka Grings hat im April als erste Frau einen Trainerposten in der Fußball-Regionalliga übernommen.  Grings soll die Männer des SV Straelen vor dem Abstieg retten.Herrmann Tecklenburg, der Vorsitzende des Vereins, sagte dazu:  „Ich weiß, dass Frauen mehr Ehrgeiz haben und mehr Präzision in ihre Arbeit stecken als manche Männer. Inka Grings stammt aus einer Düsseldorfer Arbeiterfamilie und spricht den rauen Ton der Fußballer. Sie lässt sich von den Jungs nicht ins Boxhorn jagen.“

ITALIEN

Protest gegen reaktionären Familienkongress

Frauenrechtlerinnen haben in Verona zu einer transnationalen, feministischen Versammlung am 31. März aufgerufen, um gegen den Weltfamilienkongress („World Congress of Families“) zu protestieren, der in der Stadt tagte. Dieser wird angeführt von erzkonservativen Christen, rechten Politikern sowie Gegnern von Abtreibung und Homosexualität und akzeptiert als einzige legitime gesellschaftliche Struktur die traditionelle, „natürliche“ Familie. Die Feministinnen, die sich im Rahmen einer internationalen Kampagne formiert haben, kündigten an, gegen die „reaktionäre Agenda“, gegen Rassismus sowie für Selbstbestimmung und gleiche Rechte von Frauen und Homosexuellen zu kämpfen.

USA

New-York begrüßt weibliche Statuen

Die Hälfte der 8,6 Millionen Menschen in New York ist weiblich – aber nur fünf von 105 Statuen bilden Frauen ab. Dem will die Stadt nun entgegentreten und verkündete am 6. März vier neue Frauenstatuen auf den öffentlichen Plätzen der Metropole. Mit den Monumenten geehrt werden sollen folgende Persönlichkeiten: die Jazzsängerin Billie Holiday, die Leuchtturmwärterin Katherine Walker, die Afroamerikanerin Elizabeth Jennings Graham, die 1855 eine Klage gegen Rassendiskriminierung gewonnen hatte, sowie Helen Rodríguez Trías, die sich in den 1980er Jahren für ein Programm stark gemacht hatte, das von HIV betroffenen Familien half. 

LIBANON

Erste Frau übernimmt Innenministerium

Seit letztem Februar ist Raya Haftar al-Hassan die erste Innenministerin in einem arabischen Land. Die 52-jährige Sunnitin war bereits 2009 als erste arabische Politikerin zur Finanzministerin ernannt worden. In ihrer Antrittsrede versprach sie den Einsatz für Stabilität und Sicherheit unter Einhaltung von Menschenrechten und Meinungsfreiheit. 

TÜRKEI

Kampagne nach dem Tod einer Studentin

Der Tod der Studentin Sule Cet hat in der Türkei zum Weltfrauentag am 8. März viele Menschen auf die Straße getrieben. Im Mai 2018 war die Leiche der 23-Jährigen vor einem Bürohochhaus in Ankara gefunden worden. Laut ihres Chefs und seines Begleiters, die sie zuletzt gesehen hatten, hätte sich Cet in Selbstmordabsicht aus dem 20. Stock des Gebäudes gestürzt. Doch an dieser Version gibt es Zweifel. Neben DNA-Spuren des Chefs unter ihren Nägeln seien Hinweise auf eine Vergewaltigung gefunden worden. Vor Gericht kam es zum Eklat, als die Anwälte der Männer argumentierten, Sule Cet sei keine Jungfrau und betrunken gewesen, was Beweis für die Zustimmung zum Geschlechtsverkehr sei. Laut der Studie einer NGO nehmen Gewalt gegen Frauen und Frauenmorde in der Türkei seit Jahren zu. Freunde der jungen Frau starteten die Internetkampagne „Gerechtigkeit für Sule Cet“.

12. Februar 2019

EU

Mehr Rechte für berufstätige Eltern

In Zukunft haben Eltern in der EU Anspruch auf mindestens vier Monate Auszeit im Job sowie fünf Tage Auszeit für die Pflege von Angehörigen. Väter werden nach der Geburt ihres Kindes europaweit einen Anspruch auf mindestens zehn Tage Vaterschaftsurlaub haben. Darauf einigten sich am 24. Januar VertreterInnen der EU-Kommission, des EU-Parlaments sowie der einzelnen EU-Staaten. Laut dem rumänischen Sozialminister Marius-Constantin Budai würde die Regelung die Gleichstellung von Frauen und Männern verbessern.

BERLIN

Der Weltfrauentag wird ein Feiertag

 

Bisher war Berlin mit neun gesetzlichen Feiertagen das Land mit den wenigsten arbeitsfreien Tagen im Land. Seit dem 24. Januar ist es das erste, in dem der Internationale Weltfrauentag am 8. März zum zusätzlichen Feiertag erklärt wurde. Die Initiative war aus der SPD gekommen, nachdem das Bundesland auf der Suche nach einem weiteren Feiertag war. Schließlich stimmten 87 Abgeordnete für und 60 gegen den Antrag der rot-rot-grünen Koalition. Der Internationale Frauentag geht auf die Konferenz sozialistischer Frauen im Jahr 1910 in Kopenhagen zurück. Ausgerufen wurde der Tag erstmals 1911.  

 

ABTREIBUNG

Reform des Paragraphen 219a

Die Bundesregierung hat am 6. Februar einer Reform des umstrittenen Paragrafen 219a zugestimmt. Dieser soll auch weiterhin die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe stellen, wird jedoch ergänzt. Ärztinnen und Ärzte dürfen in Zukunft, etwa auf ihrer Webseite, darauf hinweisen, dass sie den Eingriff anbieten. Für weitergehende Informationen müssen sie allerdings auf Behörden und Beratungsstellen verweisen. In Zukunft soll auch die Pille bis zum 22. Geburtstag der Frauen von den Krankenhassen bezahlt werden. Bisher galt dies bis zum 20. Lebensjahr. Sowohl die SPD als auch Oppositionsparteien wollten den Paragrafen ganz abschaffen, scheiterten jedoch an der CDU/CSU.  

INDIEN

Frauen fordern Tempel-Zugang

Jahrelang hatten Frauen in Indien für einen Zugang zum heiligsten Tempel der Hindus, zum Sabarimala-Tempel gekämpft. Schließlich hob das Oberste Gericht im Land im vergangenen September das Zutrittsverbot von Frauen im geschlechtsreifen Alter zwischen 10 und 50 Jahren auf. Dennoch weigerten sich konservative Hindus den Frauen Zugang zum Pilgerort zu gewähren. Am 1. Januar haben nun haben Millionen Frauen mit einer kilometerlangen Menschenkette für Geschlechtergleichheit demonstriert. Derweil verschafften sich zwei Frauen mit Unterstützung der Polizei heimlich Zutritt, was bei den Gegnern Proteste und bei Aktivistinnen Jubel auslöste. Im Anschluss sah sich der oberste Priester gezwungen ein „Reinigungsritual“ vorzunehmen. 

KANADA

18-Jährige bekommt Asyl

Die Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Qunun, die vor häuslicher Gewalt in ihrer Familie geflohen war, hat Asyl in Kanada erhalten und ist dort am 12. Januar gelandet. Zuvor war sie von Kuwait nach Thailand geflohen, wo sie, nachdem ihre Eltern die Flucht gemeldet hatten, tagelang im Transitbereich des Flughafens Bangkok festgehalten wurde. Kanadas Premierminister Justin Trudeau sagte: „Wir tun dies gerne, denn Kanada ist ein Land, das versteht, wie wichtig es ist, sich für Menschenrechte und Frauenrechte weltweit einzusetzen.“

DEUTSCHLAND

Brandenburg beschließt Frauenquote

Als erstes Bundesland in Deutschland hat Brandenburg am 31. Januar ein Parité-Gesetz beschlossen, das am 30. Juni 2020 in Kraft treten soll. Zukünftig müssen die Parteien auf den Kandidatenlisten für die Landtagswahlen gleich viele Frauen wie Männer präsentieren. Das Gesetz wurde von den oppositionellen Grünen eingebracht und mit den Stimmen der Regierungskoalition aus SPD und Linken mehrheitlich angenommen. Aktuell sind unter den 88 Brandenburger Abgeordneten im Landtag 35 Frauen, also nur 36%. CDU und AfD kritisierten das Gesetz als verfassungswidrig und stimmten dagegen.


10.Dezember 2018

SCHWEIZ

Zwei neuen Frauen in der Regierung

Die Wahl gilt als historisch: Erstmalig wurden an einem Tag, am 5.Dezember, zwei Frauen in den siebenköpfigen Bundesrat gewählt: die Liberale Karin Keller-Sutter und die Christdemokratin Viola Amherd. Damit besetzen Frauen drei von sieben Sitzen in der Schweizer Regierung. Viele Frauen in der Schweiz verbinden mit dieser Wahl die Hoffnung, dass es nun auch mit weiteren Frauenanliegen vorwärts gehen könnte. Bei der Gleichstellung von Frauen und Männern steht die Schweiz alles andere als an der Spitze. Das Frauenwahlrecht wurde erst 1971 eingeführt und erst 1984 wurde die erste Frau in den Bundesrat gewählt. Auch die Vereinbarung von Familie und Arbeit bleibt bis heute für Schweizerinnen eine große Herausforderung.

BRASILIEN

Baby nach der Transplantation eines Uterus

In Brasilien ist weltweit erstmals ein gesundes Kind auf die Welt gekommen, dessen Mutter die Gebärmutter einer Verstorbenen transplantiert bekommen hatte. Das kleine Mädchen wurden vor einem Jahr in São Paulo geboren, wie die Fachzeitschrift The Lancet am 5.Dezember berichtete. Diese erfolgreiche Gebärmutter-Transplantation gibt vielen Frauen, die bislang keine Kinder bekommen konnten, neue Hoffnung. Bislang waren Gebärmutter-Transplantationen gelungen, wenn der Uterus von einer lebenden Frau gespendet wurde. So sind insgesamt elf Kinder nach einer solchen Operation zur Welt gekommen. 

ISRAEL

Demo gegen Gewalt an Frauen

Bei landesweiten Protesten in Israel haben am 4. Dezember Zehntausende gegen Gewalt an Frauen demonstriert und dabei teilweise den Verkehr lahmgelegt. Auslöser war die Tötung eines 13-jährigen und eines 16-jährigen Mädchens wenige davor zuvor. Die Wut hat Araber und Juden, Religiöse und Nicht-Religiöse sowie Frauen und Männer vereint. Seit Jahresanfang haben in Israel 24 Frauen durch häusliche Gewalt ihr Leben verloren. Die Demonstranten kritisierten Politik und Polizei für mangelnde Unterstützung und forderten von der Regierung, ein bereits beschlossenes Notfallprogramm mit einem Budget von rund 60 Millionen Euro endlich umzusetzen. 

SÜDKOREA

Frauen zerstören Make-up

Lippenstifte wurden kleingeschnitten, Puder aus den Dosen gekratzt, Lidschatten zerstört und Haare abgeschnitten. Aus Protest gegen die vorherrschenden Schönheitsideale in ihrem Land haben sich Südkoreanerinnen unter dem Motto „weg mit dem Korsett“ zu einer demonstrativen Make-up-Zerstörung in sozialen Medien zusammengetan. Die südkoreanische Gesellschaft wird stark von patriarchalen Strukturen und konservativen Frauenbildern geprägt. Laut Statistik soll sich dort eine von drei Frauen zwischen 19 und 29 Jahren bereits einer kosmetischen Operation unterzogen haben. Zudem kommt das Land laut „Global Gender Gap Report“ in puncto Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern gerade mal auf Platz 113 von 144.

FRANKREICH

Kampf gegen sexualisierte Gewalt

Am 27.November hat die französische Regierung eine online Plattform für Opfer von Sexismus und sexualisierte Gewalt gelauncht. Dort können Frauen und Männer ganz anonym mit Polizisten online sprechen und sich beraten lassen. Nur in etwa 10 % der Fälle trauen sich Opfer, die Täter anzuklagen.

Wenige Tage zuvor, am 24.November, haben 20 000 bis 80 000 Franzosen bzw. Französinnen in Paris und im ganzen Land gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt demonstriert. Hinter den Hashtag #Nous toutes (Wir alle) und #Nous aussi (Wir auch) haben Frauen und Männer das Ende der Straflosigkeit für Täter sowie mehr finanzielle Mittel im Kampf gegen diese Art von Gewalt gefordert. 

DEUTSCHLAND

Häusliche Gewalt

Laut einer Statistik des Bundeskriminalamts zu Gewalt in der Partnerschaft gab es 2017 fast 140.000 Opfer häuslicher Gewalt, 82 Prozent davon Frauen. 147 Frauen sollen zudem von ihren Partnern bzw. Ex-Partnern getötet worden sein. Diese Zahlen stellte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am 20.11. vor und kündigte ein Aktionsprogramm an, das Opfern mehr Unterstützung und Schutz bieten soll. Bis 2020 sollen 35 Millionen in das Hilfsprogramm fließen. Aktuell gebe es laut der Politikerin zu wenige Zufluchtsorte und Frauenhäuser.

USA

Mehr Frauen im Kongress

Die Midterm-Wahlen vom 6. November waren ein Erfolg für Frauen. 116 Frauen wurden gewählt. Somit werden unsgesamt 123 Frauen, so viel wie noch nie, im US-Kongress sitzen. Insgesamt besteht der Kongress aus 435 Abgeordneten und 100 Senatoren. Die Gewinnerinnen stehen für eine neue Generation von Abgeordneten, denn viele sind Vertreterinnen von Minderheiten (Musliminnen, Latinos, Indianerinnen, Homosexuelle). Der gewachsene Frauenanteil geht überwiegend auf Erfolge der Demokratischen Partei zurück. Trumps Wahl im Jahre 2016 hatte der progressiven Frauenbewegung einen enormen Schub gegeben. 

FRANKREICH

Sexismus im Fußball

Bei der Verleihung des Fußballpreises „Ballon d’Or“ (dt. „goldener Ball“) in Paris ist es am 3. Dezember zum Eklat gekommen. Als die norwegische Fußballerin Ada Hegerberg zur weltbesten Fußballerin gekürt wurde, fragte der französische DJ und Moderator Martin Solveig sie, ob sie „twerken“, sprich Hüfte und Po kreisen lassen könne. Hegerberg schien sichtlich irritiert. Für seine Bemerkung erntete Solveig viel Kritik und entschuldigte sich schließlich bei der Sportlerin. Der „Ballon d’Or“ wurde in diesem Jahr erstmalig auch an eine Frau verliehen. Weltbester Fußballspieler bei den Männern wurde der Kroate Luka Modric.


21. Oktober 2018

BRASILIEN

Frauen gegen Jair Bolsonaro

Abfällige Bemerkungen über Frauen, Homosexuelle, Schwarze sowie Sympathie für die Militärdiktatur haben den Rechtspopulisten Jair Bolsonaro auch außerhalb Brasiliens viel Kritik eingebracht. Sowohl seine Anhänger als auch Gegner sind in den letzten Wochen massenweise auf die Straße gegangen. Unter Bolsonaros Kritikern befinden sich viele Frauen, die ihm Sexismus vorwerfen. Vereint haben sie sich unter dem Hashtag #EleNao (#NotHim).

USA

Kavanaugh wird öffentlich "verflucht"

Obwohl mehrere Frauen ihn sexueller Übergriffe beschuldigt hatten, wurde der Konservative Brett Kavanaugh Anfang Oktober nach einer Nominierung durch Donald Trump vom Senat zum Verfassungsrichter auf Lebenszeit ernannt. Begleitet wurde die umstrittene Entscheidung von Protesten im ganzen Land und international hoher medialer Aufmerksamkeit. Ein Buchladen für Okkultes, „Catland Books“ in Brooklyn, setzte am 20.10. ein ganz eigenes Zeichen des Widerstands: Die Mitinhaberin des Buchladens lud Hexen und Hexer, die diese Ungerechtigkeit verurteilten, zu einer öffentlichen Verfluchung Kavanaughs ein.

KATHOLISCHE KIRCHE

Papst vergleicht Abtreibung mit Auftragsmord

Papst Franziskus hat bei seiner wöchentlichen Generalaudienz am 10. Oktober auf dem Petersplatz Abtreibung mit einem Auftragsmord verglichen und für Kritik gesorgt. Eine Schwangerschaft abzubrechen sei „wie jemanden zu beseitigen“. „Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen“, sagte Franziskus weiter. Erst im August scheiterte in seinem Heimatland Argentinien ein Gesetz zur Legalisierung von Abtreibungen – nicht zuletzt am Widerstand der katholischen Kirche.

BULGARIEN

Ermordung einer TV Journalistin

In Bulgarien ist eine Moderatorin des lokalen Fernsehsenders TVN vergewaltigt und getötet worden. Die Leiche der 30 Jahre alten Wiktorija Marinowa wurde Anfang Oktober in einem Park der an der Donau gelegenen Stadt Russe gefunden. Laut Medienberichten sehen die Behörden bislang keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Verbrechen und Marinowas Arbeit. Laut des Onlinenachrichtenportals Politico hat die Moderatorin in ihrer letzen SendungüberRecherchen mehrerer bulgarischer Journalisten zu staatlichen, mit EU-Mitteln geförderten Infrastrukturprojekten berichtet. 30 bis 40 Prozent der Fördergelder sollen demnach durch Korruption versickert sein.

Nach der Malteserin Daphne Caruana Galizia und dem Slowaken Ján Kuciak ist damit zum dritten Mal in diesem Jahr eine Journalistin in einem EU-Mitgliedsstaat ermordet wurde. Bulgarien steht im weltweitem Ranking zur Pressefreiheit derzeit auf Platz 111 von 180 und hat damit die schlechteste Bewertung aller EU-Staaten. In dem südosteuropäischen Land ist auch Gewalt gegen Frauen weit verbreitet.

KUNST

Identität von Courbets Nacktmodell enthüllt

Die Identität der Frau, die für das Meisterwerk « L’Origine du monde » des französischen Malers Gustave Courbet als Modell 1866 posierte, gilt seit Ende September als bekannt. Die 34-jährige Tänzerin der Pariser Oper, Constance Quéniaux soll dem Maler einen Blick zwischen ihre Schenkel gewährt haben, wie der Literaturwissenschaftler Claude Schopp in einem vor kurzem erschienen Buch schrieb. Die Tänzerin soll laut Schopp eine der Mätressen des osmanischen Diplomaten Khalil-Bey gewesen sein. In dessen Auftrag malte Courbet sein weltberühmtes Bild, das Porträt eines nackten Frauenunterleibs in lasziver Pose. Der Literaturwissenschaftler entdeckte ihre Identität durch puren Zufall, als er einen bisher nicht beachteten Brief des Schriftstellers Alexandre Dumas des Jüngeren auswertete. Das skandalträchtige Gemälde, das sich später auch im Besitz des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan befunden hatte, hängt im Musée d’Orsay.

IRAK

Ermordung von einer Instagram-Star

Im Irak hat die Ermordung eines Instagram-Starlets für Entsetzen gesorgt. Die 22-jährige Tara Fares, ehemalige Miss Baghdad, wurde in der Hauptstadt des Landes am 27. September mit drei Schüssen ermordet, wie das irakische Innenministerium mitteilte. Die junge Frau war durch ihre Fotos auf Instagram zum Internet-Star mit 2,7 Millionen Followers geworden. Immer wieder veröffentlichte sie Fotos von sich mit verschiedenen Haarfarben, Tattoos und gewagten Kleidern. Nach ihrer Ermordung äußerten daher viele Fans die Vermutung, dass Fares ihr westlicher Lebensstil zum Verhängnis geworden sein könnte.

FRANKREICH

Künstliche Befruchtung für alle Frauen

In seinem am 25. September veröffentlichen Bericht hat sich der französische Ethikrat (CCNE) für eine Erweiterung der künstlichen Befruchtung an lesbischen Paaren und alleinstehenden Frauen ausgesprochen. „Die Familie verändert sich“, begründete der Ethikrat seine Entscheidung. In dem Bericht wurde auch betont, dass nicht alle Mitglieder dieser Meinung sind. Der Ethikrat sprach sich gleichzeitig gegen eine Legalisierung der Leihmutterschaft aus. Anders als in einem Bericht vom Juni 2017 sprach sich das Gremium nun dafür aus, Frauen die Konservierung von Eizellen grundsätzlich zu erlauben. Aktuell dürfen nur Frauen, deren Fruchtbarkeit durch Krankheit oder eine medizinische Behandlung bedroht ist, oder die Eizellen gespendet haben, Eizellen einfrieren lassen.


15. September 2018

ENGLAND

Eine politische Talkshow nur mit Frauen

Aus reinem Zufall wurde eine politische Fernsehdebatte am 3 September auf BBC nur von sechs Frauen besetzt. Die Situation ist so selten, daß die Reaktionen auf den sozialen Netzwerken entsprechend groß ausfielen. Viele Internetbenutzer sprachen von « Sexismus ». « Zufall » antwortete Rob Barley, der Programmleiter dieser neuen politischen Sendung « Politics Live ». Er erklärte beim französischen Radiosender Franceinfo, daß sie einfach nur relevante Experten gesucht haben, die an diesem Tag verfügbar waren. Er erklärte auch gleich, daß das nächste Panel aus Frauen und Männer bestehen wird.

RECHTSPOPULISMUS

Die wachsende Rolle der Frauen

Oft wird Rechtspopulismus als reine Männersache dargestellt. Eine vergleichende Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung in sechs europäischen Ländern mit dem Titel The Female Face of the Far and Populist Right in Europe, die Anfang September veröffentlicht wurde, zeigt, daß Frauen in diesen Parteien immer öfter eine wichtige Rolle spielen. Die Autoren haben sich die Situation der rechtsextremen Parteien in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Polen und Schweden angeschaut um zu begreifen mit welchen Inhalten rechtspopulistische Parteien Wählerinnen ansprechen, weshalb Frauen rechtspopulistisch wählen und welche progressiven Gegenstrategien möglich sind.

KATHOLISCHE KIRCHE

Beteiligung von Frauen in der Priesterausbildung?

Nach den zahlreichen Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche hat sich der kanadische Kardinal Marc Ouellet für eine stärkere Beteiligung von Frauen in der Priesterausbildung ausgesprochen. Die Auswahl von Bischöfen müsse sorgfältiger erfolgen, erklärte auch Ouellet am 15. September am Rande einer Versammlung der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen in Posen. Dabei sollten mehr Frauen beteiligt werden, um die Eignung der Kandidaten zu prüfen.

Am 12. September hatte sich die Deutsche Bischofskonferenz "bedrückt und beschämt" gezeigt, nachdem eine Studie über sexuellen Missbrauch bekannt geworden war. Demnach machten sich mindestens 1670 Priester schuldig, es gibt mindestens 3677 Opfer.

WIRTSCHAFT

Weniger Chefinnen im Mittelstand

Der Anteil an Frauen in den Chefetagen des deutschen Mittelstands sinkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 21. August veröffentlichten Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandpanels. Im Jahr 2016 wurden 16,4% der rund 3,71 Mio. mittelständischen Unternehmen von Frauen geführt. Das entspricht einem Rückgang von 1,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2015. Der Frauenanteil war zuletzt wiederholt auch unter den Gründern zurückgegangen. Nur 270.000 Frauen wagten im Jahr 2016 den Schritt in die Selbstständigkeit, ein Rückgang von 17 Prozent gegenüber 2015.

DEUTSCHLAND

Kurze Elternzeit kommt schlecht an

Traditionnelle Familienbilder betreffen Frauen auch am Arbeitsplatz. Frauen, die nach der Geburt ihres Kindes schnell zurück in den Beruf gehen, drohen einer Studie zufolge dafür im Job abgestraft zu werden. Mütter würden nach einer kurzen Elternzeit von zwei Monaten oft als egoistisch und feindselig wahrgenommen, berichtete der "Spiegel" am 24. August unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Bei Bewerbungen hätten diese Mütter auch Jahre später noch schlechtere Chancen als Frauen, die eine längere Babypause gemacht haben. Für die Studie wurden mehr als 700 fiktive Bewerbungen geschrieben. Bei Männern spielt die Länge der Elternzeit demnach keine Rolle für ihre Bewerbungschancen. 

SCHWEDEN

Erstes Handbuch für feministische Außenpolitik

Schweden hat ein Handbuch für feministische Außenpolitik veröffentlicht. Auf ihrer Website stellte die Mitte-Links Regierung in Stockholm am 23. August einen hundertseitigen Leitfaden vor, der anderen Staaten oder Nichtregierungsorganisationen zur Orientierung dienen soll. Feministische Außenpolitik zielt darauf ab, weltweit Gleichheit zwischen den Geschlechtern herzustellen und Mädchen und Frauen zu ihren Grundrechten zu verhelfen. Themen sind etwa der Kampf gegen sexuelle Gewalt oder die politische Teilhabe von Frauen. Außenministerin Margot Wallström verwies bei der Vorstellung des Handbuchs auf erste Erfolge der feministischen Außenpolitik, die von der schwedischen Regierung seit vier Jahren betrieben wird. So sei etwa 2016 die Gleichheit von Männern und Frauen in das kolumbianische Friedensabkommen aufgenommen worden. Auch im eigenen Ministerium kann die Ministerin Erfolge vorweisen: 2016 waren vier von zehn schwedischen Botschaftern Frauen, vor zwei Jahrzehnten waren nur zehn Prozent aller Botschafter Frauen.

BRASILIEN

Debatte über Feminizid

Bilder von einer Videokamera, die zeigen wie ein Mann seine Frau in dem Aufzug schlägt bevor sie von dem vierten Stock ihres Gebäudes fällt, haben im ganzen Land eine Welle der Empörung ausgelöst. Die Tat hat sich am 22. Juli ereignet, die Bilder wurden zwei Wochen später veröffentlicht. Tatiana Spitzner, eine 29 jährige Anwältin wurde dadurch zum Symbol von geschlechtsbezogenen Verbrechen. Laut eines Jahresberichts der brasilianischen Vereinigung für öffentliche Sicherheit ist die Zahl der Morde an Frauen im Jahr 2017 um 6 % gestiegen. Der Bericht erwähnt 1133 Frauen, die aufgrund ihres Geschlechts ermordet worden sind.

SAUDI-ARABIEN

Webradio für Frauenrechte

Saudische Aktivistinnen haben im August ein Webradio, das für und über Frauenrechte berichtet, gestartet. Nsawya FM, was Feminismus FM bedeutet, wird von elf Frauen entwickelt. Das Kollektiv definiert sich weder als politische Partei noch als Opposition, möchte aber kritisch gegenüber der Regierung sein und plädiert für das Ende der Vormundschaft der Frauen, damit sie nicht weiter eine Genehmigung von einem Mann brauchen wenn sie arbeiten, reisen oder studieren wollen. Der Sender wurde noch im selben Monat innerhalb Saudi-Arabiens gesperrt.

FRANKREICH

Instagram-Account will ein Tabu brechen

Ein neuer Instagram-Account mit dem Titel @tasjoui », auf deutsch « bist du gekommen », hat innerhalb von paar Wochen mehr als 140 000 Followers bekommen. Auf diesem Account möchte die französische Journalistin Dora Moutot das Tabu des weiblichen Orgasmus brechen: konkret will sie über das Simulieren der Frauen beim Sex oder die Tatsache, daß viele Frauen mit ihrem männlichen Partner den Höhepunkt nicht erreichen, besprechen. Sie sei selber über den riesigen Erfolg überrascht worden.